Konzept zur nachhaltigen Quartiersentwicklung
 

2017-2018
 

Direktauftrag
 

Verantwortlicher Partner:
Matthias Schuster

Die bestehende Wohnsiedlung in Baden-Baden entstand Ende der 1950er Jahre auf einer leicht nach Westen abfallenden Fläche von elf Hektar Größe. In etwa 550 Wohneinheiten lebten ursprünglich rund 2.200 Einwohner. Mit ihrer einfachen Zeilenhausbebauung liegt sie heute in einem heterogenen Stadtumfeld zwischen teilweise großen Gewerbeflächen, Erschließungsstraßen und kleinteiliger Bebauung. In den vergangenen Jahren erfolgten im südlichen Bereich erste Nachverdichtungen mit Reihenhausgruppen. Die aufgelockerte Struktur, der hochgewachsene Baumbestand und die Nähe zu den Versorgungseinrichtungen vermitteln eine angemessene Wohnqualität. Mangelnde Parkierungsmöglichkeiten, geringe freiräumliche Qualitäten und unzeitgemäße Wohnungskonzepte bei gleichzeitig erheblich sinkenden Einwohnerzahlen führen dagegen zu erheblichen Defiziten. Mit Blick auf die notwendige Wohnraumversorgen und die erforderlichen Wohnumfeldverbesserungen zeigt das städtebauliche Entwicklungskonzept Möglichkeiten auf für eine qualitative Aufwertung und nachhaltige Wertigkeit der Siedlung. Ausgehend von einer städtebaulichen und baulichen Analyse wird ein Maßnahmenpaket erarbeitet. Dazu zählen maßvoll eingefügte Hochbaumaßnahmen mit Konzepten für Mobilität und ruhenden Verkehr, stadträumliche Verbesserungen durch neue Raumkanten, Umgestaltung der Erschließungsstraßen in Aufenthaltszonen, der Schaffung von Quartiersplätzen und Freiräumen.