Westlicher Neckar, Stadt Nürtingen

2014

Offener städtebaulicher freiraumplanerischer Ideenwettbewerb nach RPW

Verantwortlicher Partner:
Martin Feketics

Das Herzstück des neuen Quartiers entsteht durch eine neue Interpretation der Wegebeziehungen und Gebäudestrukturen auf dem Greiner-Areal und seiner Umgebung.
Das Greiner-Areal wird in einzelne Felder aufgeteilt. Zwischen den Feldern ergeben sich neue Straßen und ein Grünzug. Die Nord-Süd Straße verläuft in großem Bogen in gleichem Abstand zur Bundesstraße und umspannt den Galgenberg. Die Ost-Weststraße verläuft parallel zur Galgenbergstraße. An der Kreuzung der beiden neuen Straßen entsteht ein kleiner Platz als Mitte der neuen Vorstadt. Am süd-westlichen Rand des Greiner-Areals wird eine Grünfuge geschaffen, die eine geradlinige Verbindung zwischen der Villa Melchior und dem Melchior-Areal herstellt.
Es entstehen vier urbane Höfe, die südwestlich der Grünfuge zum Galgenberg hin als lockere Bebauung überwiegend mit Einfamilienhäusern fortgesetzt werden. Die beiden nach Südwesten ausgerichteten Höfe sind zur Grünfuge hin bereits weit geöffnet, der denkmalgeschützte Park der Villa Otto kann weitgehend erhalten werden.
Nach Südwesten hin schließt die aufgelockerte Bebauung an, die durch eine geordnete Reihe von Einzelhäusern einen klaren Ortsrand nach Südwesten ausbildet.
Nördlich der Galgenbergstraße kann über eine weitere urbane Hofbebauung der Anschluss an das Hallenbad formuliert werden.
Die Bebauung des Melchiorareals wird behutsam durch einzelne Gebäude ergänzt. Dadurch entsteht sowohl eine bauliche Kante an der Bundesstraße als auch ein „Campus“ für das Kunst-, Kultur- und Bildungszentrum. Auf dem Campus entstehen sowohl urbane gefasste „enge“ als auch „weite“ Freibereiche mit prächtigem Blick auf die Altstadt, die gleichzeitig geschützt von der B 313 sind.